Keine dritte Startbahn

Die Gründe, eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen abzulehnen, sind nach Meinung von wanderingrocks.de erdrückend. Es gibt nur ganz wenige Argumente, die unter Umständen für den Ausbau sprechen.


Im Folgenden: Eine prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Fakten, die gegen den Ausbau sprechen. Eine Argumentationshilfe für diejenigen, die noch Leute für das anstehende Bürgerbegehr überzeugen wollen. Eine Zusammenfassung, die bisherige Befürworter vielleicht doch noch ins Grübeln bringt. Letztendlich gibt es fünf Gründe:

1. Es besteht kein Bedarf
Immer mehr, immer schneller, immer größer… ein Streben, an dem unsere Gesellschaft krankt und vielschichtige Probleme mit sich bringt. Der Bau der dritten Startbahn ist ein fatales Beispiel für dieses Streben. Denn gebraucht wird sie derzeit tatsächlich nicht. Das Maximum an Flugbewegungen am Münchner Airport wurde im Jahr 2008 mit 432.000 erreicht. In den folgenden zwei Jahren sanken die Zahlen auf 390.000. Für 2011 werden leicht steigende Zahlen erwartet. Die Entwicklung ist auch auf den Seiten des Flughafens einsehbar.

Der Einbruch mag mit der Wirtschaftskrise begründet werden. Interessanter Fakt dabei jedoch: Selbst ein flughafennaher Gutachter räumt ein, dass mit dem vorhandenen Zwei-Bahnen-System 480.000 Flugbewegungen pro Jahr abgewickelt werden könnten.

2. Das Geld, das liebe Geld
Der Bau der Startbahn wird nach momentanem Stand zirka 1,2 Milliarden Euro kosten. Die Flughafen München GmbH steht aber jetzt schon mit 2,7 Milliarden Euro in der Kreide. Wo soll das Geld herkommen? Ein schlüssiges Finanzierungskonzept gibt es nicht.

3. Die ökologischen Argumente
Mehr Lärm, mehr Abgase, mehr zerstörte Natur… das sind die Folgen einer weiteren Startbahn im Erdinger Moos. Eine dritte Startbahn würde 1.000 Hektar Vogelschutzgebiet vernichten. Kiebitz, Feldlerche und Grauammer sind die Leidtragenden.

Die dritte Startbahn bedroht Brutgebiete des Kiebitz.
© Wikimedia Commons
4. Klimaschutz?
Alle reden vom Klimaschutz. Was ist da der Ausbau des Flughafens für ein Zeichen in komplett andere Richtung? Schon heute stammen zehn Prozent des Ausstoßes der Treibhausgase in Bayern vom Flughafen München. Nach dem Ausbau würde die Menge von derzeit 7,5 Millionen Tonnen auf 10 Millionen Tonnen anwachsen.

5. Zukunftsprojekt?
Ein immer wieder gerne verwendetes Argument der Befürworter der dritten Startbahn: Die Wirtschaft wird angekurbelt. Der Flughafen München soll gerade durch die dritte Startbahn zu einem internationalen Drehkreuz ausgebaut werden. Aber ist vor dem Hintergrund der immer knapper werdenden Ressourcen und steigenden Kerosinpreise der Flugverkehr tatsächlich die Karte, auf die man setzen sollte?

Es gibt Expertenmeinungen, die davon ausgehen, dass in einigen Jahrzehnten Flugreisen wieder zu einem teuren Luxusgut werden. Wozu eine dritte Startbahn, wenn langfristig mit sinkenden Fluggastzahlen zu rechnen ist? Wäre der Wirtschaftsstandort München nicht besser für die Zukunft gerüstet, wenn auf Industrie gesetzt wird, die moderne energiesparende Antriebstechnologien entwickelt? Wenn das Schienennetz ausgebaut wird? Das sind wahre Investitionen in die Zukunft.

zu diesem Text

Quelle: Antrag an die Stadtversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband München-Stadt; Münchner Grüne: Bürgerbegehren gegen die 3. Start- und Landebahn; 20.10.2011

Weiterführende Links:
www.christian-magerl.de
www.keine-startbahn3.de








24.10.2011




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